„Smart Home“ – heikel oder lukrativ?

Stadtwerke und EVUs sind wegen der Digitalisierung angehalten, die Kundenerwartungen in der digitalen Welt zu erfüllen. Insbesondere im Smart-Home-Markt ergeben sich hieraus große Chancen.

Wohnungswirtschaft, Eigentümer und Verbraucher in Deutschland setzen verstärkt auf Smart-Home-Anwendungen. Aber – was ist denn nun ein Smart Home?  Ein Smart Home bedeutet, dass Bewohner, basierend auf digitalen Lösungen, einen echten Nutzen erfahren. In keinem Fall geht es nur darum, Dinge miteinander zu vernetzen. Oftmals liest man fälschlicherweise genau diese Art von Definition, bei der Smart Home nur auf die Technologie abzielt. Genau das ist jedoch der elementare Fehler, der jahrzehntelang gemacht wurde. Konzentriert man sich auf den echten Nutzen für den Bewohner, schafft man Lösungen, die eine große Akzeptanz erfahren. Wie kann so ein Nutzen konkret aussehen? Oftmals geht es um Komfort, erhöhte Sicherheit und/oder Kostenersparnis.

Ein Smart Home zielt somit nicht auf technische Spielereien ab, sondern darauf, den Erwartungen des Kunden gerecht zu werden. Der Smart Meter wird hier zur intelligenten Schnittstelle. Durch die politisch gewollte und bereits geplante Verbreitung von Smart Metern, entsteht in den kommenden Jahren ein starker Impuls für das Wachstum der Energiebranche.

Sparen mit Smart Home?

Durch den Einbau eines Smart Meters wird der Verbrauch jedes Geräts deutlich transparenter für den Nutzer. Die Betriebskosten eines Hauses können dadurch signifikant reduziert werden. Mit Smart-Home-Systemen ist es möglich, den exakten Verbrauch jedes einzelnen Geräts zu ermitteln, also eine Verbrauchs-Aufschlüsselung in Echtzeit. Der analoge Stromzähler kann da nicht mithalten.

Wenn man diese Analyse mit einem Stromvertrag von Fresh Energy koppelt, bietet das in erster Linie zwei Vorteile: Zum einen zahlt der Nutzer nur den Strom, den er tatsächlich verbraucht hat, und kann diesen Wert auch selbst nachvollziehen. Zum anderen wird ihm der Verbrauch all seiner Elektrogeräte transparent dargestellt – sonst ist die Einschätzung über den Verbrauch einzelner Geräte häufig schwierig.

Erwartungen an Smart Meter werden (noch) nicht erfüllt

Die Verbreitung von Smart Metern, der sog. Smart-Meter-Rollout, ist auf europäischer Ebene beschlossen. Die Erwartungen der Deutschen an den Smart-Meter-Rollout sind immens: 95 Prozent erwarten sich konkrete Energiesparhinweise sowie die Möglichkeit, dadurch effektiv Stromkosten sparen zu können. Volle Transparenz hinsichtlich des eigenen Stromkonsums erwarten 94 Prozent und fast drei Viertel (72 %) gehen davon aus, nie wieder Stromkosten nachzahlen zu müssen. In Deutschland geht die Umsetzung jedoch nicht nur schleppend voran, was daran liegt, dass hierzulande bis heute noch immer keine Smart Meter zertifiziert worden sind.

Viel gravierender ist jedoch die Erkenntnis, dass die Erwartungen mit den geplanten Smart Metern niemals erfüllt werden können. Wenn der Rollout in Deutschland beginnt, werden bei den meisten Haushalten (unter 6.000 kwh) Messeeinrichtungen eingesetzt, die keine Daten versenden. Dieser bereits beim Einbau veraltete digitale Stromzähler ermöglicht keinerlei Datenverarbeitung in Echtzeit und liefert somit auch keinen einfachen Überblick über den eigenen Stromverbrauch. Bei über 6.000 Kilowattstunden Verbrauch kommen hingegen intelligente Messsysteme (iMSys) zum Zuge. Sie bestehen aus einer Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway, das den Verbrauch versenden kann.

Allerdings senden diese iMSys nur alle 15 Minuten Daten – Verbrauchsmuster lassen sich lediglich rudimentär analysieren und darstellen. Die Erwartungen und Hoffnungen der Verbraucher an den Smart-Meter-Rollout können mit diesen Geräten rein technisch gar nicht erfüllt werden. Die einzige Möglichkeit, wie Verbraucher die eigenen Erwartungen hinsichtlich Transparenz und sparsamen Stromverbrauchs in die Realität übertragen können, ist, sich freiwillig einen Smart Meter einbauen zu lassen, der sekündlich Daten sendet. Fresh Energy bietet seinen Kunden die Installation kostenlos an!  

Komfort ist wie eine Gravitationskraft

Eine repräsentativen Umfrage im August 2018 hat untersucht, wieso für die deutsche Bevölkerung ein Smart Meter bisher nicht in Frage kam:  58 Prozent scheuen die hohen Anschaffungskosten und für 38 Prozent ist die Installation zu aufwendig. Komfort ist wie eine Gravitationskraft. Hat man einmal das dadurch neu gewonnene Komfortgefühl durch ein Smart Home erlebt, möchte man darauf nicht mehr verzichten. Die Mehrwerte, welche sich durch Smart Home ergeben, steigern den Komfort und die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden enorm.

Gebäudesicherheit, Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung – der Mehrwert, der sich durch das Smart Home auch für die Immobilienwirtschaft ergeben, sind nahezu unendlich. Gute Gründe dafür, dass sich die Wohnungswirtschaft schon heute mit dem Thema Smart Home und Smart Building beschäftigen sollte.

Smart Home als Antwort auf demographischen Wandel

Ein Beispiel dafür ist die automatisierte Lieferung von Verbrauchsgütern, wie Spülmaschinentabs. Auf den ersten Blick betrachtet, mag diese Serviceleistung als unnötig angesehen werden – kann man doch einfach im Supermarkt einkaufen gehen. Doch durch die automatisierte und zuverlässige Lieferung nach Hause können sich die Kunden den wichtigen Dingen im Leben widmen und so kostbare Lebenszeit sparen. Ein weiterer Komfort Aspekt wird durch sogenannte altersgerechte Assistenzsysteme ermöglicht. Altersgerechte Assistenzsysteme, vormals auch AAL (Ambient Assisted Living) genannt, stellen einen hohen Mehrwert für ältere Personen und deren Angehörige dar. Sie ermöglichen Senioren, länger in ihren eigenen vier Wänden altersgerecht leben zu können. Durch den demographischen Wandel werden altersgerechte Assistenzsysteme zunehmend unverzichtbar.

Das altersgerechte Assistenzsystem von Fresh Energy basiert auf den Funktionen des Smart Meter. Dieser erfasst aufgrund des Stromverbrauchs einer pflegebedürftigen Person den normalen Tagesablauf. Ein Beispiel wäre: Eine betroffene Person steht seit Jahren immer morgens zwischen sieben und acht Uhr auf und kocht sich Tee. Wenn sie nun bis neun Uhr noch immer keinen Wasserkocher und kein Licht angemacht hat, können unterschiedliche Alarmstufen ausgelöst werden, die der Kunde – die Angehörigen – vorher festlegt. Eine Nachricht auf das Mobiltelefon der Angehörigen. Reagiert dieser nicht bis Viertel nach Neun, wird der Pflegedienst benachrichtigt.

Mit digitalen Energieunternehmen, wie Fresh Energy, erschließen sich für Energieversorger viele Möglichkeiten, die Kundeninteraktion und das eigene Geschäftsmodell zu transformieren. Das Interesse der Bevölkerung an einem smarten Zuhause ist groß – immerhin 60 Prozent der Deutschen erwarten sich vom Smart-Meter-Rollout einen Ausbau von Smart-Home-Services. Wenn es Stadtwerken und EVU zukünftig gelingt, die Kundenerwartungen in einer digitalen Welt zu erfüllen, dann ergeben sich daraus gewaltige Chancen – insbesondere für diesen Bereich.


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