Die Energiewirtschaft von Morgen – Wer gestaltet und wer läuft hinterher?

An jeder Ecke stehen zahlreiche E-Roller. CarSharing übernimmt die Straßen der Großstädte. Alle zwei Meter findet man eine Ladesäule für Elektroautos. Die Elektrifizierung und fortschreitende Digitalisierung werden zunehmend im Alltag bemerkbar. Was bedeutet das für Deutschlands Stromanbieter?

Die Digitalisierung hat auch im Energiesektor Einzug gehalten und definiert den Markt von Grund auf neu. Der Konkurrenzkampf ist hoch, Margen sinken und die Wechselquote der Stromkunden steigt stetig. Strom ausschließlich als Kernprodukt anzubieten, ist heute längst nicht mehr lukrativ. Die Energieversorger von Heute werden zum Energiedienstleister von Morgen, die verstärkt Produkte anbieten, die das Kerngeschäft Strom, Wärme und Wasser erweitern. 

Die EVUs müssen sich neu positionieren, so viel ist klar. Doch wie genau sieht der Status Quo bei den Energieversorgern aus? Welche Produkte werden von den Versorgern in Richtung des privaten Endkunden angeboten und ausprobiert? 

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat Fresh Energy die Online-Präsenzen von 67 Energieversorgern aller Art ausgewertet. Die Versorger werden dabei nach regional oder überregional, sowie durch die Endkundenanzahl weiter charakterisiert. Insgesamt wurden neben dem klassischen Stromangebot fünf weitere Produktbereiche identifiziert: E-Mobility, Energieeffizienz, Smart Home, Erneuerbare Energien und weitere digitale Services. 

©Fresh Energy GmbH

E-Mobility

Insbesondere im Bereich E-Mobility sind die einzelnen EVUs bereits sehr aktiv:  Etwa 75% aller Energieversorger bieten schon heute ein Produkt aus diesem Cluster an. Viele Produkte beschränken sich auf Ladesäulen oder sogenannte Wallboxes, eine private Ladesäule für Zuhause. Diese Ladesäulen können die Kunden per App lokalisieren. Während sich kommunale Stromanbieter bisweilen auf das Anbieten ebensolcher Ladesäule oder aber E-Bikes und CarSharing beschränken, sind größere EVUs bereits stärker in den Verkauf von Ladesäulen oder Wallboxes eingestiegen. Dagegen ist ein Angebot zur Vermietung von E-Bikes lediglich bei kommunalen Versorgern zu finden. 

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Erneuerbare Eigenerzeugung

Was die erneuerbare Eigenerzeugung angeht, so haben knapp 60% der größeren Energieversorger Solaranlagen, Speicher und Wärmepumpen in ihr Sortiment aufgenommen.

Ein zusätzliches Angebot der Big Player wie E.ON oder SENEC, ist die sogenannte Stromcloud. In der Stromcloud wird der ausschließlich aus erneuerbarer Energie erzeugte und noch nicht verbrauchte Strom des Kunden gespeichert. Auf diesen Speicher kann dann eine gewisse Stromcommunity zugreifen. So wird sichergestellt, dass jeder Megawatt genutzt und nicht verschwendet wird. Viele EVUs bieten in diesem Zuge weitere Partnerservices wie beispielsweise die Anlageninstallation an, um den Aufwand für den Kunden zu verringern und ein positives Kundenerlebnis zu erzeugen.

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Energieeffizienz-Check

Ausschließlich “grüne Energie” zu erzeugen, ist das Eine, weniger Energie insgesamt zu nutzen das Andere. Im Bereich der Energieeffizienz bieten ungefähr 90% aller kommunalen EVUs einen sogenannten Energieeffizienz-Check an, bei den überregionalen Anbietern sind es nur knapp über 40%. Dieser Check umfasst eine ausführliche Energieberatung, das Tracking von Haushaltsgeräten mit Adaptern oder einen kompletten Check des Hauses mit Wärmebildkameras. So kann z.B. auf einen Blick erkannt werden, an welchen Stellen das Haus nicht optimal gedämmt ist oder unnötig Energie an die Umwelt abgibt.

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Smart Home

Zusätzlich bieten 75% der großen kommunalen Versorger, mit über eine Millionen Kunden, vermehrt Smart Home Lösungen an. Im Gegensatz dazu sind Smart Home Angebote auf nicht kommunaler Ebene und bei kleinen kommunalen Versorgern kaum vertreten. Durch intelligente, fernsteuerbare Geräte lassen sich zugleich Wohnkomfort, Energieeffizienz und Sicherheit steigern. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für ein Smart-Home Device ist die virtuelle Assistentin “Alexa” von Amazon. 

Weitere Angebote & Services

Abgesehen von den beschriebenen vier großen Produktcluster gibt es auch noch zahlreiche weitere Angebote und Dienstleistungen. Diese haben wir unter den digitalen Services zusammengefasst. Beinahe zum Standard sind die Self Services geworden. Dadurch können sich Kunden ganz bequem und zu jeder Zeit ins persönliche Kundenportal einloggen, Rechnungen einsehen, Zählerstände übermitteln und Kontaktdaten aktualisieren. 

Insgesamt lässt sich feststellen, dass der Trend aufgrund zunehmender Digitalisierung immer weiter in Richtung Differenzierung und Customization geht. Besonders die privaten Endkunden fordern zunehmend mehr Komfort und entwickeln ein Bewusstsein für ihre persönliche Energiewelt. Die oben genannten Beispiele sind sicherlich nur der Anfang einer sich verändernden Energieindustrie, deren Kerngeschäft vermutlich nicht mehr nur im Anbieten von Strom, Wärme oder Wasser liegen wird. Fraglich ist, wer diesen Wandel nicht nur mitgeht, sondern proaktiv mitgestaltet.

Warum Energie- und Gesundheitswirtschaft enger zueinander finden werden

Wer kennt die Sorge über einen allein lebenden Angehörigen nicht? Und welcher allein lebender Mensch kennt anders herum nicht das bedrückende Gefühl ständiger Überwachung und Rechtfertigung? Bisherige Technologien, die diesen Zwiespalt auflösen wollen, stigmatisieren nach wie vor und sind sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt teuer. Es klingt auf den ersten Blick unglaublich, doch tatsächlich lässt sich durch die Analyse von Energieverbrauchsdaten die Vereinbarkeit von akzeptabler Sicherheit und Sorgenfreiheit im Alltag erreichen. Wir haben dazu mit Till Walter gesprochen, dem Leiter des Vorstandsbereichs Innovationsmanagement und Strategische Kooperationen von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V..

Das Leben gleicht meist einer Achterbahnfahrt: Wir fühlen uns quicklebendig – doch dann – wie aus dem Nichts – gibt es diese kurzen Momente, meist Unfälle, die das Leben nachhaltig verändern. Wie der Mikrozensus 2017 bestätigt, treten die meisten Unfälle (27%) tatsächlich im häuslichen Umfeld auf – zum Vergleich: Verkehrsunfälle machen nur 11% aus. 2017 sind beispielsweise knapp 198.000 Personen zu Hause verunglückt. Davon waren ca. die Hälfte (97.000 Personen) über 65 Jahre alt.

Kein Wunder also, dass sich Angehörige von allein lebenden Personen besonders Sorgen machen.  “Die Angehörigen wohnen meist weit entfernt und so rückt auch verstärkt die Sicherheit in den Fokus der Familie”, erläutert Till. Gleichzeitig wollen vermeintlich gefährdete Personen auch nicht das Gefühl haben, ständig überwacht zu werden oder gar jemandem zur Last zu fallen. Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse bestätigt: Die mit Abstand größte Sorge in Bezug auf das Altern ist der Verlust der Selbstständigkeit.

Hier verspricht das Trendthema Smart Home scheinbar gute Lösungen: Kameras, Bewegungssensoren, Hausnotrufknopf. Mit diesem Rundum-Sorglos-Paket ließen sich doch alle Notfälle erkennen – warum also nicht direkt zur Tat schreiten und die betroffenen Haushalte mit diesen Helferlein ausrüsten? Die Praxiserfahrungen von den Johannitern zeigen: “Die Hürde besteht darin, dass die Personen, die solche Lösungen nutzen möchten, nun abwägen, ob der Mehrwert so hoch ist, diese Technik in der Mietswohnung (immerhin wohnen 58% der Deutschen zur Miete) zu verbauen.”

Weitere Projekte kamen hinsichtliches des Einsatzes von Smart Home für Assistenzsysteme zu dem Schluss: Bewohner fühlen sich stigmatisiert und beobachtet. Zudem wird die zum Einsatz kommende Technik von der Krankenkasse oft nicht bezuschusst. Und selbst technisch ausgefeilte Lösungen versprechen keine 100%ige Erkennungsrate. So wird der Hausnotrufknopf nicht wie angedacht um den Hals getragen, sondern oft im Wohnzimmer oder im Nachttisch liegen gelassen. Somit kann die allein lebende Person, die vielleicht im Badezimmer gestürzt ist, den Knopf gar nicht drücken. Till erweitert diese Überlegungen um die Perspektive der Wohnungswirtschaft: “Aus Sicht der Wohnungswirtschaft stellt sich die Situation recht ähnlich dar: Welche Lösungen sind für welchen Mieter relevant? Hier ist Flexibilität gefragt, die beim festen Verbau der Hardware nicht immer gegeben ist und schlussendlich die Frage der Refinanzierung für das Assistenzsystem.”


“Für die Gesundheitswirtschaft besteht hier die große Chance, präventiv ,einzugreifen‘ und so schon vorab zu helfen und nicht erst reaktiv, wenn es möglicherweise zu spät ist.”


Aufgrund dieser entdeckten Schwachstellen von bestehenden Lösungen fokussieren sich zahlreiche Forschungsprojekte wie beispielsweise BLADL und SUITE auf die Analyse von Verbrauchsdaten. Till sagt dazu: “Personen, die auf Hilfe angewiesen sind oder aber im Alter alleinlebend sind, verbringen einen Großteil des Tages in Ihrer Wohnung und nutzen so Wasser, Wärme und natürlich Strom. Da es in diesem Setting um sehr ‘eingespielte’ Tages- und Bewegungsabläufe geht, spielen die Verbrauchsdaten hier eine besondere Rolle.” Denn so gut wie jede Aktivität im Haushalt resultiert in einem Verbrauch. Daraus kann mit künstlicher Intelligenz ein Gewohnheitsmuster abgeleitet werden.

Bei Abweichungen oder Ungereimtheiten können Angehörige oder Dritte vom System und ohne das Zutun des Nutzers informiert werden. Dieser Ansatz funktioniert ohne jegliche Sensorik im Haushalt und schützt gleichzeitig die Privatsphäre des Bewohners. Für Till geht es um die optimale Aufbereitung der Daten: “In Zukunft müssten alle verfügbaren und relevanten Daten aus dem Haushalt in einem System zusammengeführt werden. Beispielsweise könnte die Information lauten: Wurde heute zwischen 6-9 Uhr die Kaffeemaschine durch den Senior bedient? Damit kann im „Ökosystem“ (Beispiel: Pflegender-Angehöriger-Pflegedienst) ein bestmögliches Bild und ein genauerer Zustand aufgezeigt werden. Hier sollte die Technik so konzipiert sein, dass die relevanten Informationen automatisch im Hintergrund erfasst, gesammelt und verarbeitet werden.”

Beispiel von Aktivitätserkennung an dem Stromlastgang eines Haushaltes

Im Fall von Fehlalarmen – z.B. weil die betroffene Person heute besonders früh aus dem Haus ist, ohne einen Kaffee zu kochen – könnte der Angehörige eine SMS erhalten und dann die betroffene Person anrufen, um zu fragen, wie es geht. Selbst in einem solchen Fall würden sich beide Seiten nicht über den eigentlich „unnötigen“ Anruf ärgern. Fehlalarme steigern also sogar die soziale Interaktion innerhalb von Familien. Das ist ein weiterer starker Pluspunkt dieser Methode. Perspektivisch lassen sich hier sogar professionelle Angebote, wie z.B. eine Notrufzentrale einbinden, um rund um die Uhr, im Fall der Fälle, Kontakt zu der betroffenen Person aufzunehmen.

Eine smarte Nutzung von Verbrauchsdaten stellen aus Tills Sicht eine Win-Win-Situation für Sorgende und Umsorgte dar: “Für die Gesundheitswirtschaft besteht hier die große Chance, präventiv ‘„einzugreifen’ und so schon vorab zu helfen und nicht erst zu reagieren, wenn es möglicherweise zu spät ist. Das sollte dazu führen, dass auf allen Seiten Kosten reduziert werden und dem hilfsbedürftigen Menschen frühzeitiger geholfen werden kann.“

Smarte Assistenzsysteme sollen und werden niemals die Anwesenheit und Fürsorge eines Menschen ersetzen können. Die Technik kann uns aber dabei unterstützen, zukünftige Herausforderungen von alternden Gesellschaften zu begegnen. Doch anstatt Kunden einen fertigen Algorithmus zu präsentieren, sollten die Anbieter von smarten Produkten diese gemeinsam mit den betroffenen Menschen entwickeln. Um die Würde des Menschen zu achten, brauchen wir gerade in der Gesundheitswirtschaft mehr “explainable intelligence” anstatt “artificial intelligence”.

Über „dumme“ und „schlaue“ Smart Meter in Deutschland

Dumme” und “schlaue” Smart Meter? Diese Unterscheidung ist in Deutschland leider tatsächlich angebracht und wahrscheinlich einmalig im Vergleich zu anderen Ländern. Denn anders als fast überall sonst auf der Welt werden digitale Stromzähler in ca. 90% der Haushalte keine Mehrwerte bieten können, da die Zähler nicht in eine sichere Cloud eingebunden sind. Abhilfe können für den Moment sogenannte Dongles schaffen.

Weltweit werden Smart Meter als Geräte verstanden, die den Stromverbrauch aufnehmen, digitalisieren und diesen in regelmäßigen Abständen in die Cloud senden. Also das, was üblicherweise mit dem Begriff “smart” assoziiert wird.  In Deutschland bedeutet Smart Meter jedoch nicht unbedingt Smart Meter. Bei Kunden ab einem Verbrauch von 6.000 kWh (ca. 6+ Personenhaushalt) werden per Gesetz Smart Meter verbaut, die die Daten aufnehmen und in die Cloud senden. Dieser deutsche “richtige” Smart Meter wird auch “intelligentes Messsystem” genannt.

Über 90% aller deutschen Haushalte verbrauchen jedoch weniger als 6.000 kWh im Jahr. Bei diesen wird bis 2032 ein “dummer” Smart Meter verbaut (eine sogenannte “moderne Messeinrichtung”). Diese Meter nehmen die Daten zwar auf, können sie aber nicht in die Cloud senden, da sie nicht mit einem Smart Meter Gateway ausgestattet sind. Etwa 36 Millionen der privaten Haushalte in Deutschland werden somit von dem wirklichen Nutzen ihres neuen Stromzählers ausgeschlossen. Eine transparente Darstellung des persönlichen Verbrauchs, welche im besten Fall zu einem bewussteren und damit sparsameren Stromverbrauch führt, ist so beispielsweise nicht möglich.

Im Jahr 2032 sind wir folglich genauso aufgestellt wie heute oder – um es ein wenig plakativer zu formulieren – wie 1888, als Galileo Ferraris in Italien den ersten Ferraris Zähler konstruierte: Die Daten bleiben im Keller und müssen einmal im Jahr abgelesen werden. Der Stromverbrauch bleibt für private Haushalte weiterhin eine Blackbox und riesige Potenziale bleiben ungenutzt. Denn eine hohe Verfügbarkeit von Stromverbrauchsdaten bildet für EVUs die Grundlage von innovativen, digitalen Stromprodukten und ermöglicht es privaten Haushalten, langfristig Strom zu sparen.

Moderne Messeinrichtungen können genau wie Ferraris Zähler keine Daten übertragen.

Die gute Nachricht ist: Durch den Einsatz von spezieller Hardware, im weitesten Sinne IoT, können auch aus modernen Messeinrichtungen Daten in die Cloud übertragen werden. Hier hat die Industrie in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt und verschiedenste Anwendungen auf den Markt gebracht. Das Grundprinzip ist dabei immer das Gleiche: Die Hardware, umgangssprachlich auch Dongle genannt, wird auf die optische Schnittstelle der modernen Messeinrichtung aufgesetzt und liest die Stromverbrauchsdaten aus dem Zähler aus.

Mittels WLAN, LoRa oder NarrowBand IoT werden die Daten von dem Dongle in die Cloud übertragen. Die Übertragungsraten variieren je nach verwendeter Technologie. Grundsätzlich lassen sich aber hohe Datenfrequenzen – nahezu in Echtzeit – erreichen. 

Dongles ermöglichen eine Datenübertragung von modernen Messeinrichtungen in die Cloud

Durch eine sinnvolle Kombination von LoRa und einer batteriebetriebenen Stromversorgung lassen sich selbst Haushalte in Mehrfamilienhäusern digitalisieren, deren Stromzähler sich für gewöhnlich im Keller und damit fernab von jeglicher Internetverbindung oder Steckdose befinden. 


Gut zu wissen: Die Bezeichnung für diese Hardware ist nicht einheitlich. Energieversorger kennen sie unter Optokoppler, OKK (optischer Kommunikationskopf), Auslesekopf oder Aufsatzmodul. Wir nennen es Dongle. Aber letztlich ist der Name egal. Was zählt, ist, dass die Endkunden in den Genuss der vielen Vorteile kommen, die diese Technologie bietet.


Die Anschaffungskosten für diese smarten Helferlein liegen, je nach Technologie, zwischen 25 bis 50 Euro. Damit sind Dongles eine kostengünstige Variante, um “dumme” Smart Meter aufzurüsten und echte Mehrwerte für die Endverbraucher zu generieren. Im Gegensatz zum intelligenten Messsystem, dem „richtigen“ Smart Meter, werden allerdings keine abrechnungsrelevanten oder systemkritischen Daten verarbeitet. Auch eine Steuerung von Geräten ist mit einem solchen Gerät nicht möglich.

Während einige EVUs den Einsatz von Dongles im Rahmen von Pilotprojekten testen, investieren andere Stadtwerke in die Entwicklung eigener Hardware. Beides lässt sehr deutlich erkennen, dass die Energiewirtschaft Dongles als eine sinnvolle Alternative wahrnimmt, um Smart Meter tatsächlich smart zu machen. Energieversorger können so den mehr als 36 Millionen Privatkunden mit einem Jahresverbrauch von weniger als 6.000kWh in Deutschland trotz “dummer” Smart Meter einen echten Mehrwert bieten.

Marketing mit Facebook Ads

Case-Study aus der Energiewirtschaft: mit Geotargeting ans Ziel

Im heutigen Gast-Beitrag der Berliner Digitalagentur advalyze® erfahren Sie, wie Sie Ihre Werbeanzeigen auf Facebook für Ihre Zielgruppe relevant gestalten können. Sie werden anhand eines Anwendungsbeispiels aus der Energiebranche sehen, wie sich die Theorie konkret in der Praxis anwenden lässt.


Darauf sollten Sie generell bei der Anzeigenschaltung achten:

  1. Testen Sie verschiedene Varianten ein und derselben Anzeige: Dadurch finden Sie heraus, welche Version am besten bei der Zielgruppe ankommt. Auch minimale Änderungen, wie zB. des Claims in der Anzeige, können einen deutlichen Unterschied in der Performance haben. Fangen Sie mit ganz unterschiedlichen Variationen an, verabschieden sich von dem was nicht funktioniert und optimieren Sie fortlaufend die beste Anzeige. Hierfür eignet sich ein von Facebook angebotener Split-Test besonders gut.
  1. Testen Sie verschiedene Variationen für unterschiedliche Zielgruppen: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitte-20-jährige Studentin genau wie ein Senior in einer Werbeanzeige gesiezt werden möchte, ist eher gering. Probieren Sie daher Ihre Anzeigen an die unterschiedlichen Zielgruppen anzupassen.
  1. Passen Sie auf bei der Zielgruppenerstellung:                Vermeiden Sie es Ihr Marketing-Budget unnötig zu strapazieren. Umgehen Sie unnötige Fehler, wie zum Beispiel das Einschließen von bereits konvertierten Kunden in die Zielgruppe Ihrer Anzeige.
  1. Behalten Sie die Frequenz der Anzeigenausstrahlung im Auge: Steigt die Frequenz Ihrer Werbeanzeige macht sich dies schnell in einer Kostensteigerung bemerkbar. Als Richtwert sollte Ihre Anzeige die Frequenz von 1,5-1,7 nicht überschreiten.

Geotargeting

Case-Study aus der Energiewirtschaft: Mit der Macht des Geotargetings effizienter Leads einsammeln

Die Berliner Digitalagentur advalyze hat in der Vergangenheit unter anderem mehrere Unternehmen aus der Energiebranche beraten. In der heutigen Case-Study teilen sie ihr Wissen mit Ihnen, wie Sie eine gute Relevanzbewertung für Ihre Werbeanzeigen erreichen können.

  • Das Problem:

    Die Anzeigen des Kunden performten in der Interaktionsbewertung unterdurchschnittlich. Als ein möglicher Grund wurde die generische Anzeige identifiziert, die einheitlich auf Facebook geschaltet wurde.

  • Der Ansatz:

    Es wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die Anzeige für die Zielgruppe relevanter zu gestalten, sodass die Nutzer aufhören zu scrollen und mit der Anzeige interagieren.

  • Die Lösung:

    Um dieses Ziel zu erreichen wurde die generische Anzeige durch städtespezifische Anzeigen ersetzt. Im Zuge dessen wurden interessante Ballungsräume und Großstädte identifiziert und individuell in den Anzeigen angesprochen. Durch den Bezug zum Wohnort des Nutzers im Anzeigentext und im Claim fühlte dieser sich von der Anzeige deutlich mehr angesprochen und die Interaktionsbewertung stieg sukzessive auf „durchschnittlich“ und teilweise „überdurchschnittlich“ an.

  • Das Ergebnis:

    Dies resultierte darin, dass die Kosten pro Lead um 47% sanken und die Conversionrate um 21% stieg.

Fazit: Haben Sie den Mut bei Ihren Marketingaktivitäten neue Wege zu gehen, testen Sie Ihre Vermutungen und reagieren Sie flexibel auf die Ergebnisse der Zielgruppe.

Ihre Conversionrate wird es Ihnen danken!

Energieversorger der Zukunft


Die unabhängige Management- und Technologieberatung BearingPoint hat über 800 Wohnungs- und Hausbesitzer zum Thema „Energieversorger der Zukunft“ befragt.  Mit zum Teil überraschenden Ergebnissen: Ganze 74% der Befragten haben Interesse an Dienstleistungen wie Smart Metering, während sie nur von 7% genutzt werden. Infografik: Energieversorger der Zukunft; Quelle: BearingPoint / BearingPoint Studie – Smarte Energie: Großes Interesse, kaum Nutzer[/caption]

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#Entrepreneurs4Future

Am 20.09.2019 fand nicht nur der globale Klimastreik statt. Inspiriert durch die #FridaysForFuture Demonstrationen der Schülerinnen, Schüler, Aktivistinnen und Aktivisten gingen am 20.09.2019 auch umweltbewusste und zukunftsorientierte Unternehmerinnen und Unternehmer mit #Entrepreneurs4Future für den Klimaschutz auf die Straße.


KliMaSchutz geht jeden etwas an

Dem Aufruf von #FridaysForFuture, endlich mehr für den Klimaschutz und die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu tun, sind mittlerweile nicht nur Millionen von Privatpersonen, sondern auch eine beträchtliche Zahl an Unternehmen gefolgt.

Der Resolution von #Entrepreneurs4Future haben sich, neben Fresh Energy, bereits 3223 Unternehmen angeschlossen und die Stellungnahme unterzeichnet.

Die unterzeichnenden Unternehmen bestätigen damit nicht nur ihre Unterstützung für das Pariser Klimaschutzabkommen, sondern fordern unter anderem auch ergänzend eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren, die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen, eine Mobilitätswende, eine Agrar- und Ernährungswende und den Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups.


Berlin ist überall

Mit diesen und weiteren Forderungen repräsentieren die unterzeichnenden Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrer Gesamtheit bereits Arbeitgeber von mehr als 180.000 Arbeitnehmern und eine wirtschaftliche Stärke von insgesamt mehr als 30 Mrd. EUR Umsatz / Jahr.

Allein in Berlin nahmen am Freitagvormittag weit über 1000 Personen am Demonstrationszug, der vor dem Bundesministerium der Finanzen startete, teil.

Taggleich zogen die #Entrepreneurs4Future mit vielen Teilnehmern auch durch Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Hannover, Düsseldorf und Stuttgart.

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Freshe Marketing-Tipps: Instagram

Vattenfall, E.ON, GASAG, Innogy und Co. sind längst auf Instagram angekommen.
Um zu bleiben?

Wer ist Instagram und wenn ja, wie viele?

Instagram zählt nun weltweit 1 Milliarde Nutzer.
Im August 2017 zählte Instagram alleine 15 Mio. Nutzer in Deutschland (Anfang Januar 2016 waren es noch nur 9 Mio. Nutzer). Es sollte also nicht mehr lange dauern, bis die 20 Mio. Nutzer in Deutschland erreicht werden.
Der Mutter-Konzern Facebook rechnet im Januar 2019 für Instagram mit einer potenziellen Reichweite von 18 Mio. Menschen in Deutschland – so ist es zumindest im Werbeanzeigenmanager ausgewiesen.

Weltweit interagieren 130 Mio. Menschen mit Instagram Shopping
Gut die Hälfte der Milliarde Nutzer ist täglich aktiv.
Jeden Tag werden 500 Mio. Instagram Stories gepostet und
100 Mio. Menschen nutzen den Instagram Explore-Tab.

Bemerkenswert ist auch, dass 80 % der Instagram Nutzer mindestens einem Unternehmen folgen.  Kein Wunder also, dass es auf Instagram mittlerweile 25 Millionen Unternehmensprofile gibt. (Im Juli 2017 waren es noch 15 Mio. Unternehmensprofile.)

Die Unternehmensprofile werden jeden Tag von 200 Mio. Menschen aufgerufen, wobei 2 von 3 Besuchern kein Follower des jeweiligen Unternehmens sind.


Energieversorger auf Instagram

Auch wenn viele Energieversorgungsunternehmen bereits auf Instagram präsent und aktiv sind, bedeutet das noch lange nicht, dass ihnen eine ähnliche Reichweite und Kundengewinnung attestiert werden kann.

Während Vattenfall, E.ON und Innogy alle drei bisher zwischen 500 und 600 Beiträgen gepostet haben, sticht E.ON die Konkurrenz klar aus; mit knapp der 10-fachen Anzahl Follower (über 50 000 Abonnenten).

Das hat zur Folge, dass die Beiträge von E.ON auch eine fast 10-mal höhere Reichweite erzielen und auch 10-mal mehr potenzielle Kunden zur Interaktion mit den geteilten Inhalten anregen.

Die Videos von E.ON werden durchschnittlich von 25 000 bis 100 000 Personen angesehen, Bildbeiträge erreichen sogar zwischen 1000 und
10 000 Likes oder mehr; Vattenfall zum Beispiel erreichte mit kaum einem Beitrag überhaupt die 1000-Likes-Marke, Videobeiträge erreichten gerade so über 1000 Views.

Was macht E.ON also richtiger als die Konkurrenz?

Wie schaffen es kleinere Stadtwerke, wie die Stadtwerke Augsburg oder die Stadtwerke Konstanz, stabile Follower-Communities von mehreren Tausend aktiven Abonnenten aufzubauen?


Die Vorteile von Instagram gegenüber anderen Plattformen

Eine der maßgeblichen Stärken von Instagram liegt eindeutig darin, Menschen auf neue Inhalte und Kanäle aufmerksam zu machen. Vor allem durch Instagram Stories und andere Videos.

Die Wiedergabedauer von Instagram Videos ist in einem Jahr um 80 % angestiegen mittlerweile veröffentlichen 50 % aller Unternehmen mindestens eine Instagram Story pro Monat.

60 % aller Instagram Stories werden mit Ton abgespielt, während ein ganzes Drittel der am meisten angesehenen Stories von Marken und Unternehmen kommt.


Mit 7 Tipps zum Erfolg

Die folgenden 7 Tipps sollen dabei helfen, Instagram gewinnbringend einzusetzen:

  1. Die Bio:

    Neben Firmennamen, Nutzernamen und URL haben Sie 150 Zeichen Platz für die Bio. Sie sollte erklären, wer das Unternehmen ist und sie sollte die Marken-Identität vermitteln. Am Beispiel von badenova und EnBW lässt sich sehr gut veranschaulichen, wie sehr die gewählte Sprachform und die (Energie-)politische Positionierung zum Ausdruck und zum Tragen kommen: 

  2. Das Profilbild:

    Das erste was ein Besucher sieht, ist das Profilbild. Es vermittelt den ersten Eindruck. Ein geeignetes Profilbild für ein Instagram-Unternehmensprofil ist zum Beispiel das Logo. Achte darauf, dass das Logo klar erkennbar und vom typischen Instagram-Kreis nicht beschnitten ist. Das Logo der Stadtwerke Augsburg ist zum Beispiel perfekt in den „Instagram-Kreis“ integriert:

  3. Visual Consistency:

    Durch visuelle Konsistenz auf der Plattform kann man einen einheitlichen Look auf Instagram etablieren. Diese optische Einheitlichkeit ist deswegen so wichtig, weil sich die Bilder als wiedererkennbar abheben. Dieser Effekt lässt sich zum Beispiel erreichen, wenn Sie für jedes Bild (ausnahmslos!) denselben Filter verwenden. Es gibt allerdings noch viele andere Möglichkeiten die Visual Consistency zu erreichen: Yello und E.ON beispielsweise lassen ihre Beiträge in der Übersicht zu größeren Bildern „verschmelzen“.

  4. Content:

    Der Content muss natürlich überzeugen und zur Interaktion anregen. Er soll Nutzer dazu bringen, Inhalte zu teilen, zu kommentieren und anzuklicken. Abgesehen von Bildern die zum Beispiel einen Einblick „hinter die Kulissen“ des Unternehmens gewähren, sind auch Zitate und Text-basierte Bilder ein bewährtes Content-Format. Die Stadtwerke Konstanz und Augsburg arbeiten, vermutlich aufgrund der regionalen Zielgruppe, zunehmend mit lokalem Content. Vattenfall und Innogy gehen hier eher den klassischen Weg mit bekannten Motiven der Werbefotografie.

    E.ON setzt hier, unter anderem mit ineinander-greifenden, epochal wirkenden (Luft-)Aufnahmen, sehr erfolgreich auf den metaphorischen Zusammenhang zwischen Content und Marken-Identität:

  5. Bildunterschriften:

    Genauso wichtig wie die Bilder und Videos selbst, sind die entsprechenden Bildunterschriften.
    Wie jeder gute Werbetext sollten sie kurz, knapp und einfach zu lesen sein. Die wichtigsten Wörter sollten am Beginn der Bildunterschrift stehen, außerdem sollte man einfache Wörter und kurze Sätze verwenden.

  6. Hashtags:

    Sie sind die Crux beim Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Publikums.
    Die Hashtags sollten aktuell und relevant sein, denn zu viele Hashtags werden häufig als Spam eingestuft.
    Sie sollten konkret sein und das gewollte Nischenpublikum mit den entsprechenden Keywords direkt ansprechen.
    Natürlich sollten die Hashtags auch kurz und prägnant sein. Beispiel: 

  7. Analyse mit Instagram Insights:

    Jedem Nutzer einer Instagram-Unternehmensseite steht auch Instagram Insights offen. Hierbei handelt es sich um die integrierte Analyse-Funktion der Plattform. Hier ist zu sehen wie viele Impressions, welche Reichweite oder welches generelle Engagement die Posts erzielt haben.

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Attraktivität von Mieterstrom-Modellen erhöhen

Energieversorger sind auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Bei richtiger Ausgestaltung können smarte Mieterstrommodelle eine Lösung zur Diversifizierung des Portfolios bieten.

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Neue Studienergebnisse: Was erwarten Kunden wirklich von ihrem Stromanbieter?

In einer Ära der Kundenabwanderung und zunehmenden Cost-to-Serve-Ökonomie, hat sich besonders eine Strategie zur Kundengewinnung bewährt: der Fokus auf Kundenbeziehungen. 

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Innovation durch Kollaboration – die Zukunft der Smart Meter Daten

Nicht wie jedes andere Energieevent: Für den ersten fresh&friends Summit luden wir bewusst Gäste aus verschiedenen Branchen ein.

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