Smart Meter Rollout in Europa – Deutschland hängt hinterher

Die Europäische Kommission hat vor Kurzem eine Studie zum Stand des Smart Meter Rollouts in Europa veröffentlicht. Dabei wird klar, dass Deutschland im europäischen Vergleich deutlich abgehangen wurde.

Hintergrund zum Smart Meter Rollout in der EU

Im dritten Energiepaket der EU wurden Bestimmungen zur Einführung intelligenter Verbrauchsmesssysteme festgelegt. Grob gesagt wurde dort definiert, dass – abhängig vom Ergebnis einer wirtschaftlichen Bewertung – die EU-Mitgliedsstaaten einen Zeitplan für die Einführung intelligenter Verbrauchsmesssysteme aufstellen sollen. In über zwei Dritteln der Mitgliedsstaaten ist die wirtschaftliche Bewertung positiv ausgefallen. Während die Bewertungen naturgemäß unterschiedlich ausfielen, liegt die Schätzung der Kosten für ein Smart Meter System zwischen €200 and €250 pro Kunde und die Schätzung der Vorteile bei  €309 für Strom mit zusätzlichen Einsparpotenzial. Im Falle einer positiven Bewertung gilt das Einführungsziel von 80% bis 2020. Die Europäische Kommission hat nun eine Übersicht über den aktuellen Stand des Smart Meter Rollouts veröffentlicht.

Fresh Energy Smart Meter
Fresh Energy Smart Meter

Aktuelle Lage des Smart Meter Rollouts

In drei Mitgliedstaaten (Finnland, Italien und Schweden) wurden bereits nahezu 45 Millionen intelligente Verbrauchsmessgeräte und damit 23 % der für die EU bis 2020 geplanten Geräte installiert. 16 Mitgliedsstaaten (unter anderem Niederlande, Österreich und Dänemark) werden bis 2020 die geplanten 80% Auslieferung von Smart Metern erreichen oder sogar übersteigen. Neun EU-Mitgliedsstaaten davon (unter anderem UK, Niederlande, Spanien) erwarten sogar 100% Auslieferung bis 2020. Deutschland (und 11 weitere Mitgliedsstaaten wie Bulgarien, Ungarn, Kroatien) hängt im EU-weiten Vergleich stark hinterher: Bis 2020 werden nur 23% Auslieferung erwartet, einerseits aufgrund eines relativ späten Starts des Rollouts (2014) und andererseits weil Deutschland sich nur für einen teilweisen Rollout für Haushalte mit einem hohen Verbrauch (über 6000 kwh/Jahr) entschieden hat.

Fresh Energy’s Einschätzung zu Smart Metern

Aus unserer Sicht bietet die Kombination eines Stromtarifs mit einem Smart Meter mehrere Vorteile. Zum einen erlaubt es die Visualisierung des Stromverbrauchs. Nur so erhalten Kunden endlich Transparenz über ihren Stromverbrauch und den Verbrauch ihrer Haushaltsgeräte. Und diese Transparenz ist unserer Meinung nach Grundlage dafür, Stromfresser zu finden und seinen Verbrauch zu senken. Zum anderen ermöglicht ein Smart Meter die verbrauchsgenaue Abrechnung des Kunden – so ist endlich Schluss mit Abschlägen und intransparenten Abrechnungen mit hohen Nachzahlungen. Zusätzlich schafft der Smart Meter die Grundlage für viele weitere kreative Ideen, an denen unter anderem wir arbeiten – mehr dazu erfahrt ihr bald hier auf dem Blog 😉

Mehr zu den Vorteilen von Smart Metern hier.

Mehr zu Fresh Energy hier.

Quelle: http://ses.jrc.ec.europa.eu/smart-metering-deployment-european-union

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2 Antworten auf „Smart Meter Rollout in Europa – Deutschland hängt hinterher“

  1. Liebes Fresh Energy Team
    Meiner Ansicht nach überseht ihr bei eurem Geschäftsmodel eine riesige Chance. Das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungschutz erstellte 2015 eine Risikoanalyse über die Risken der Schweiz. Als grösstes Risiko stellte sich heraus, eine lang andauernde Strommangellage ein Blackout. Es wird ein Schaden von 100 Miliarden erwartet einmal in den nächsten 30 bis 100 Jahren.
    Im Dezember veröffentlichte ElCom (Strommarktaufsichtskommision der Schweiz) die „Studie zur Versorgungssicherheit der Schweiz
    im Jahr 2020“.
    Ich durfte die Studie für Medienschaffende „übersetzen“. Dabei bin ich zur Anischt gelangt, dass wir inzwischen bei einer Eintretenswahrscheinlichkeit von einmal in den nächsten 10 Jahren angelangt sind.
    Es handelt sich hier nicht um ein Schweizer Problem, sondern um ein Problem des Europäischen Stromnetzverbundes.
    Ein ganz wichtiger Teil der Lösung des Problems ist genau Euer Ansatz.
    Als Community sehen wir zur Zeit keinerlei Ansätze, dass die Problemlösung politisch weder von der EU, Deutschland oder der Schweiz angegangen wird.
    Die Mehrheit unserer Experten gehen davon aus, dass daran nur ein Blackout etwas ändrn würde, d.h, das eintreten von einem Schaden von 100 Milliarden für die Schweiz oder geschätzt für Deutschland von 1000 Milliarden.
    Ich selbst habe noch die Hoffnung, dass es noch rechtzeitig gelingt die nötige Sensibilität direkt bei den Endkunden zu schaffen. Auch da sehe ich in Eurer Arbeit eine riesige Chance. Gerne unterstützt Euch dabei die Energieeffektivität Community mit ihren weiteren Lösungsansätzen.
    Solltet ihr Kapital benötigen, meldet Euch bei uns.

    Mit No Blackout Grüssen
    Urs Anton Löpfe

  2. ein sogenannter Smartmeter wurde installiert, dabei entstand ein Wakelkontakt, welcher meine Beleuchtung stört. Trotz mehrmaliger telefonischer Reklamation wurde diese nicht behoben.

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